La Dame du Café: Velo-Café und Spezialitätenkaffee in Lausanne

La Dame du Café besitzt in Lausanne eine unmittelbar sympathische Idee: ein mobiles Velo-Café, eine Gründerin, die sichtbar hinter ihrem Projekt steht, und guten Kaffee ausserhalb des klassischen Coffee-Shops. Dahinter steht Emilie, Barista, Rösterin und Unternehmerin.

Das Velo ist das auffälligste Bild des Projekts. Man verbindet es mit Chalet-à-Gobet, der Plaine de Mauvernay, sonnigen Wochenenden und einer Kaffeepause während eines Spaziergangs. La Dame du Café geht aber weiter. Emilie röstet und verkauft Kaffee, nimmt an Veranstaltungen teil, entwickelt Rezepte und baut eine sehr persönliche Welt rund um die Tasse auf.

Wer ist La Dame du Café? #

Auf der offiziellen Website stellt sich Emilie als Gründerin und «maîtresse torréfactrice», also als Röstmeisterin, vor. Die Seite beschreibt ihren Hintergrund in der Lebensmittel- und Getränkebranche sowie Erfahrungen in der Lausanner Hotellerie und Gastronomie, unter anderem beim Café Pointu und im Beau-Rivage Palace.

Die LinkedIn-Seite zeigt eher den laufenden Alltag: Velo-Café, Veranstaltungen, Kooperationen, Überlegungen zum Kaffee und die nächsten Entwicklungsschritte. Diese Kombination prägt das Projekt. La Dame du Café ist Rösterei, mobiler Ausschank, Veranstaltungsformat und persönlicher Treffpunkt zugleich.

Es gibt Kaffee zum sofortigen Trinken, Bohnen für zu Hause und Gelegenheiten, direkt mit der Person zu sprechen, die auswählt, röstet und zubereitet. Damit unterscheidet sich das Angebot von einer anonymen Verkaufsstelle, auch wenn nicht jede Aussage der Marke automatisch ein unabhängiger Qualitätsnachweis ist.

Das Velo-Café in Mauvernay #

Das Velo-Café, auf der aktuellen Website auch als Totum Café® bezeichnet, ist das klarste Symbol. Die offizielle Standortseite nennt die Route de Cojonnex 95 beim Sportzentrum der Plaine de Mauvernay in Lausanne. Angegeben sind Samstag und Sonntag von 10 bis 15 Uhr bei gutem Wetter.

Da ein mobiler Ausschank von Saison, Wetter und Veranstaltungen abhängt, sollten diese Zeiten nicht wie die Öffnungszeiten eines festen Lokals gelesen werden. Prüfen Sie Instagram, LinkedIn oder die Standortseite am selben Tag, bevor Sie hinfahren.

Das Format verändert den Kontakt zwischen Barista und Gästen auf angenehme Weise. Nicht das Publikum muss zuerst einen spezialisierten Coffee-Shop suchen; der Kaffee steht an einem Spazier- und Freizeitort. Man kann zufällig darauf treffen, nach der Bohne fragen, etwas probieren und mit einer Tasse weitergehen. Spezialitätenkaffee wirkt dadurch weniger exklusiv oder erklärungsbedürftig.

Gleichzeitig hat Mobilität Grenzen. Regen, Wind, technische Arbeiten oder externe Anlässe können den Einsatzplan ändern. Gerade diese Flexibilität gehört zum Modell, sollte aber bei der Planung berücksichtigt werden.

Ein Projekt rund um Spezialitätenkaffee #

La Dame du Café positioniert sich im Bereich Specialty Coffee und beschreibt die Arbeit als Verbindung von Aromen, Extraktion und Röstung. Die Website betont sorgfältig ausgewählte Rohkaffees sowie die Abstimmung von Rohmaterial, Röstprofil und Zubereitung.

Spezialitätenkaffee lässt sich nicht auf ein modisches Wort reduzieren. Nach der aktuellen SCA-Definition geht es um charakteristische Eigenschaften, denen Menschen oder Märkte einen zusätzlichen Wert geben. Herkunft, Aufbereitung, Frische, Röstung und die Präzision der Zubereitung helfen, diese Eigenschaften nachvollziehbar zu machen. Unser Leitfaden zu Spezialitätenkaffee, Labels und Zertifizierungen in der Schweiz erklärt die Unterschiede.

Im Onlineshop stehen unter anderem Seasonal Espresso sowie APU und Inti für Espresso oder Filter. Die Produktdarstellung trennt Röstungen für Espresso, Moka und Perkolator von solchen für French Press, Filter, AeroPress, Chemex oder V60. Sortiment, Ernte und Preise können sich verändern; prüfen Sie deshalb die aktuelle Produktseite statt sich auf eine ältere Empfehlung zu verlassen.

Tokata und Kaffee-Veranstaltungen #

La Dame du Café ist auch auf Fach- und Publikumsveranstaltungen präsent. Im Juni 2025 nahm das Projekt am World of Coffee im Palexpo Genf teil. Die damalige Ankündigung nannte Stand 2291 und eine eigens entwickelte Kaffeerezeptur zur Verkostung und zum Verkauf.

Eine weitere Etappe war Tokata. Laut Veranstaltungsseite wurde die Espresso-Kreation am 23. März 2026 beim Prix Épicures de l'Épicerie Fine im Pavillon Gabriel in Paris präsentiert. Die Marke beschreibt Tokata über technische Präzision, sensorische Emotion und Terroir. Die Seite belegt die Teilnahme, veröffentlicht jedoch kein Wettbewerbsergebnis. Eine Platzierung sollte deshalb nicht hineininterpretiert werden.

Die Teilnahme zeigt dennoch, dass das Projekt mehr als Kaffee im Freien anstrebt. Espresso wird hier auch als gastronomische Kreation verstanden, die für eine bestimmte Verkostung entwickelt werden kann.

Lokal und mit Nachhaltigkeitsanspruch #

Das mobile Format, der Standort am Jorat, lokale Veranstaltungen und der Fokus auf sanfte Mobilität geben dem Projekt eine stark lausannische Identität. Die Website spricht zudem von lokaler, handwerklicher und ethischer Röstung sowie sorgfältig ausgewählten Kaffees. Solche Aussagen stammen vom Unternehmen selbst. Wer die Lieferkette genauer beurteilen möchte, kann nach Importeur, Produzent, Einkaufssystem und konkreter Rückverfolgbarkeit fragen.

Die Stärke des Velo-Cafés ist sehr greifbar: ein leichter, lokaler Aufbau und ein direkter Austausch. Gäste können fragen, woher ein Kaffee stammt, wann er geröstet wurde, welches Profil sie erwarten dürfen und welche Zubereitung zu Hause passt. Eine solche Unterhaltung ist oft wertvoller als eine lange Liste von Marketingbegriffen.

Wo findet man aktuelle Informationen? #

Die Website von La Dame du Café bündelt Shop, Standort, Veranstaltungen und Kontakt. Für einen geplanten Besuch sind die sozialen Kanäle besonders wichtig:

  • Instagram für kurzfristige Präsenzmeldungen, neue Kaffees und Einblicke;
  • Facebook für lokale Ankündigungen;
  • LinkedIn für Kooperationen und Projektentwicklung;
  • YouTube für Videoinhalte.

Überprüfen Sie beim Velo-Café die Mitteilung des Tages. Die Tätigkeit hängt naturgemäss von Wetter, Saison und Veranstaltungskalender ab.

Was das Projekt über die Schweizer Kaffeeszene erzählt #

La Dame du Café steht für eine Entwicklung, die in der Westschweiz gut sichtbar ist: Spezialitätenkaffee findet nicht mehr nur in städtischen Lokalen statt. Er kann als Velo, mobiler Stand, Mikrorösterei, gastronomische Kooperation oder gezielt komponierte Espresso-Rezeptur auftreten.

Das Modell verbindet persönlichen Kontakt, Beweglichkeit, lokale Verankerung und eine unverwechselbare Handschrift. Hier kommt eine Tasse mit einer Person, einem Ort und technischen Entscheidungen. Wer unabhängige Röstprojekte entdecken möchte, findet deshalb einen interessanten Anlaufpunkt. Vor der Fahrt genügt ein letzter, praktischer Schritt: aktuelle Präsenz und Wetter prüfen.